marzo 7th, 2017 by DR_top

Oje, die Ringe unter den Augen sind schon da und haben meine ausdrückliche Absage ignoriert. Dabei kann ich sie jetzt so gar nicht gebrauchen, denn in zwei Tagen trete ich gegen mich selbst an. Oder besser gegen die Kamera? Gleich vorweg, ich liebes es, zu fotografieren aber ich mag es gar nicht, wenn die unerbittlichen Augen einer Kamera mich selbst bis ins letzte sichtbare Detail festhalten. Und wenn die Kamera dann noch von einem jungen Fashiontalent gehalten wird, für den Posen und Mimik selbstverständlich sind, dann ist das eine harte Prüfung für meine Selbstsicherheit.

„Schau ganz normal“

Was soll das heißen? Ich schaue wie immer, also doch normal. Doch auf dem Bildschirm der Kamera sehe ich ein grimmig dreinblickendes Gesicht. Ich bin entsetzt und meine Selbstsicherheit hat sich komplett verabschiedet. Unsicher bringe ich mich wieder in Stellung. Ist es jetzt besser? Ein Blick auf den Bildschirm zeigt jetzt zwar kein grimmiges, dafür ein umso hilfloseres Gesicht. Oh ja, das mit dem in die Kamera lächeln habe ich definitiv unterschätzt. An dieser Stelle zolle ich allen Models großen Respekt, die ihre Mimik auf Abruf programmieren können. Dazu gehört viel Übung und Können.

So siehst du auf deinem Foto gut aus – es gibt tatsächlich ein paar Tricks

„Du musst einfach deine Wangenmuskulatur anspannen.“ Liebe Wangenmuskulatur, es tut mir unendlich leid, dass ich dich in all den Jahren nie direkt angesprochen habe. Wie bringe ich um alles in der Welt meine Wangenmuskulatur in Spannung? Zum Glück gibt es einen kleinen Trick: einfach die hintersten Backenzähne leicht aufeinander pressen. Das funktioniert tatsächlich. Aber nicht zu fest beißen!

Damit die Augen schön lebendig aussehen, müssen sie möglichst weit geöffnet sein. Das scheint nicht so schwierig zu sein, wäre da nicht die Sonne, die mich blendet. Ich finde es höllisch schwer, so zu tun, als blende  mich die Sonne nicht. Also Augen offen und versuchen, entspannt in die Kamera zu schauen. Ach liebe Entspannung, wenn es doch nur einen Knopf für dich gebe. Wenigstens dafür habe ich selbst einen paar Trick parat: an einen lustigen Moment denken. Mein Moment war wohl etwas zu lustig, denn ich ernte ein „nicht grinsen“. Also schnell an einen schönen, aber weniger lustigen Moment denken. Mein junger Fotograf belohnt mich mit einem „so ist es ganz ok“. Also, der erste Schritt ist getan und ich es kann ja nur besser werden 😉

Wie ist denn deine Erfahrung beim Fotoshooting für Instagram, Blog & Co? Vielleicht hast du ein paar Tipps parat. Ich freue mich auf dein Feedback 🙂

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